Gedanken zur Weihnachtsfeier

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Zu Weihnachten kommt jedes Mal
das ganze Himmelspersonal
um mit Gesang meist und Gedichten
von froher Kunde zu berichten.

Die Engel stimmen mit Schalmei'n
und Harfen auf die Weihnacht ein.
Sie sollen uns mit sanften Tönen
friedlich stimmen und versöhnen.
Das Christkind, das wohl jeder kennt
kommt meist erst später im Advent.
Es hat den Auftrag von ganz oben,
die lieben Kinder stets zu loben.
Auch bringt es ihnen kleine Gaben,
weil sie sich gut benommen haben.

Knecht Ruprecht und der Nikolaus
sie kommen draus vom Walde
und schenken braven Kindern gern
Apfel, Nuß und Mandelkern.
Doch treffen sie auf böse Gören,
die nicht auf ihre Kinder hören
und nicht bereit sind, auf Befragen,
in paar Verse aufzusagen,
da machen sie sich unbeliebt
weil's gleich was mit der Rute gibt.
Drum ärgert bloß Knecht Ruprecht nicht!
Seid brav und lernt schnell ein Gedicht!

Wir sind da weitaus besser dran
denn uns besucht der Heil'ge Mann:
Er kennt kein Drohen mit der Rute,
er sieht in allem nur das Gute.
Groß und erhaben tritt er ein
bei freundlich warmen Kerzenschein.
Sein Bart ist schneeweiß, lang und dicht
und sein Gesicht erkennt man nicht.
Sein Kopfschmuck und das edle Kleid
betonen seine Heiligkeit.
Wenn er erscheint erklingt ganz leise
eine weihnachtliche Weise,
die ihn, derweil er huldvoll schreitet
zu seinen lieben Kindlein leitet.

Weil ihn Familie wichtig ist,
in Harmonie und ohne Zwist,
nennt er uns "Töchter" oder "Söhne"
und dann erzählt er meistens schöne
Geschichten aus dem alten Jahr
was wichtig und was lustig war.

Voll Spannung warten dann
alle auf den Heil'gen Mann.

Was hält die Welt wirklich zusamnmen?

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"Wer das liest, hat einen Knall"

Großvater stand mit der kleinen Enkelin auf dem Deich und schaute den vielen im Winde tanzenden Luftballons nach, die von den Kindern aus dem Dorf so nach und nach in die Lüfte entlassen wurden. "So etwas kannst Du doch nicht auf das Kärtchen schreiben! Wie willst Du jemals eine Antwort erhalten?" Dabei schaute er auf den roten Luftballon seiner Enkelin, die an einem langen Faden jenes Kärtchen angebunden hatte, mit dem sie nun ihren Luftballon in die Winde entlassen wollte! "...soll ich denn...?" "Ich habe schon vorgesorgt!" antwortete der fürsorgliche Opa und klebte einen Adressaufkleber über den frechen Spruch. "So, nun kannst Du ihn loslassen" Und schon stieg er auf in die Lüfte und tanzte im Wind immer höher und höher, der Sonne entgegen! "Schau nur", rief das kleine Mädchen, "wie sie tanzen! Auf und ab, hin und her! Der Wind veranstaltet da oben ein Fest mit den vielen Luftballons! Da möchte ich mitmachen!" "Nun gut", versprach der Großvater, "und ich weiß auch schon wie und wo! Gleich morgen soll es sein!" ….

  Inzwischen ist aus dem kleinen Mädchen eine hübsche, junge Frau geworden, als sie plötzlich einen Brief aus Buenos Aires erhielt! Darin stand folgendes: "Many years ago I found a letter from you! He was bound..." Der Einfachheit halber beschränkt sich der Chronist auf die Deutsche Sprache und erzählt weiter: "Der Kärtchen habe er auf einer Wiese gefunden, auf der damals noch ...usw, usw. - Er schrieb noch ein wenig darüber, dass er sein kleines Fundstück längst vergessen hätte und jetzt habe er es wieder gefunden! Nun wolle er mal sehen, was passiert, wenn er mal an das andere Ende der Welt schreibt. Er sei inzwischen Tangotänzer geworden und ob sie das wohl auch könne?" Zum Schluss bat er noch um eine Antwort und vielleicht ein Bild? Seines habe er dem Brief beigefügt.

Aufgeregt vertraute sie sich ihrem Poesiealbum an: "Da hat mir ein Tangotänzer aus Argentinien geschrieben! Ein Bild von einem Mann! Ich glaube, ich habe mich verliebt! Ausgerechnet argentinischer Tango! Das muss ich in meinem Club erzählen!"

Nun ist das, was sich darauf weiter entwickelte nur für die beiden Beteiligten interessant. Uns stellt sich aber interessiert nur noch die Frage, wie es mit den beiden nach den Jahren weiterging? Ging es? Ja, es ging und wie! Sie tanzten sich in ihren Heimatländern jeweils in die Seelen der Zuseher! Längst waren ihre Seelen nicht nur im Tanz verschmolzen und der Großvater, der schon lange den bunten, tanzenden Ballons nachgeflogen war, hätte seine Freude daran!

Tanzen umspannt die ganze Welt, hält sie wirklich zusammen, wenn man nur die richtigen Adressen anspricht...

Ewiger Neujahrswunsch... oder gute Vorsätze gestern so wie heute gültig

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Tanzen mögen alle gern,
Alt und Jung aus nah und fern.
Hand in Hand sie alle geh´n,
sich auch mal im Kreis drehn,
immer hier und da mit Spaß,
am liebsten in der Schlosserstraß`

Diesen Vers, den schrieb ich gern
für alle, die gern tanzen lern`
Jedoch ihn schrieb vor Jahren schon,
den Gruß zum Neujahr: Anakreon.
Uralt die Weisheit vor der Zeit
550 Jahre schon vor Christi`s Leid...:

Mit Verstand ein Weinlein schlürfen
froh sein, dass wir leben dürfen,
eine hübsche Jungfer küssen,
nie sich sklavisch ducken müssen,
Freundschaft mit den Freunden pflegen,
möglichst sich normal bewegen,
keinem die Erfolge neiden,
dankbar werden und bescheiden,
aber, mit sich selbst in klaren,
dennoch seinen Stolz bewahren,
die Talente frei entfalten,
kritisch sich und wach verhalten,
gegen die Vergreisung kämpfen,
seine eigne Stimme dämpfen,
auch die Gegner gelten lassen,
weder sich noch andre hassen,
niemals wegen Nichtigkeiten,
blau sich ärgern oder streiten,
oder hypochondrisch werden
und sein Glück dadurch gefährden,
sondern still sein Weinlein schlürfen,
und, solange wir´s noch dürfen,
die erwähnte Jungfer küssen,
das ist alles was wir wollen -
respektive können sollen -
respektive können müssen!

Ein Schweinerennen

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Was wollen wir mal machen? Ein schöner Sonnentag steht vor uns. Der will genutzt werden! Eine gute Idee muss her und die ist auch schnell gefunden:

Spielen wir mal 'ne Runde Skat! Ein, zwei Bierchen und dann los: 18, 20, passe!

"Hallo!? Und die Damen?" "Ja, was? Sie sind doch sooo selbstständig. Werden schon was finden!"

Und ob! Da muss erst mal eine drauf kommen! Ein Gesellschaftsspiel, bei dem es in kürzester Zeit hoch her geht und entsprechend laut wird! Es ist ein Würfelspiel, bei dem mindestens zwei Würfelbecher zum Einsatz kommen. Der/die SpielführerIn gibt eine Zahl - oder Zahlenkombination – vor, die es zu würfeln gibt! "Nun beeil Dich! Der verfolgende Würfelbecher kommt näher und näher!" Zack! Und da ist es schon passiert! Plötzlich stehen da zwei Becher, die auf entsprechende Zahlen warten. "Wenn das dann tatsächlich eingetreten ist, zahlst Du einen Groschen (heute 10 Cts) in die Kasse. Darum bitte vorher ein paar Münzen Kleingeld mitbringen, damit es nicht zu Stockungen kommt und Dich eventuell ein nachfolgender Becher eingeholt hat."

Es ist eine Mordsgaudi, wenn die Damen an den langen Tischen auf der Tanzfläche die Schweine rennen lassen, während die Männer an den Nebentischen die Skatblätter auf die Tische donnerten.

Am Schluss wurde dann stets eine Siegerehrung abgehalten, bei der jeder "Schweine-Jokey" und jeder „Skater“ einen Preis bekam! Gute Idee! Machen wir mit!

Bosseln oder Boßeln?

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Experten gesucht! Da ist es egal, ob es Bosseln (kurz, mit scharfem S) oder Boßeln (mit langem O und normalen ß) ausgesprochen wird! Hauptsache, es gibt ein paar Experten, die das für Ungeübte Aneinanderreihen von Strecken und Schritten richtig interpretieren und es immer wieder dem Unkundigen geduldig erklären können! Dabei treten zwei Mannschaften gegeneinander an (oder mehr, denn es kommen immer viele Tänzer, Kägler und Mäkler, zu einer solchen Gelegenheit mit). Die Mannschaften werfen abwechselnd, wobei das zurückliegende Team jeweils den ersten Wurf hat. Jeder Werfer setzt mit seinem Wurf am Landepunkt des Vorwerfers seiner Mannschaft an. Gelingt es dabei dem Werfer des zurückliegenden Teams nicht, den Rückstand wettzumachen, erhält der Gegner einen Punkt, der Schoet genannt wird.

Ziel des Spiels ist es, möglichst viele Schoets zu erzielen. Meistens sind es die Ostfriesen, die die Organisation im TSCJ in die Hand nehmen!

Wahre Könner sind darunter, die durchaus in der Lage sind, so eine Boßelkugel aus Pockholz locker 200 m und weiter auf die Straße zu bringen! Und die wissen auch, wo sie auf der Straße der Kugel die richtige Richtung geben. Da braucht keiner zu "münstern": "Hier mutt he hen!"

Unsereins schiebt da weniger spekulativ eine ruhigere Kugel! Da wird eine Spurrille gesucht und darin die Kugel mit entsprechendem Druck hineingeworfen! Wenn da nur nicht ein lockerer Stein im Wege wäre, der die Kugel schon nach wenigen Metern aus der Bahn wirft! Oder das Schienbein eines der Käkler oder Mäkler im Wege wäre! Viele Ratgeber hat so ein  Friesensportler an diesem Nachmittag! Und bald stellt sich heraus, wer die Gewinner sind! Und das sind nicht die Tüchtigen, die mit 3 Schoet und 25 Trae gewonnen haben und auch nicht, wer am längsten (meisten) beim anschließendem Kohlessen gegessen hat! Sondern alle, die dabei waren, und wieder einige neue Talente außerhalb des Parketts kennen lernen konnten!

Bis zum nächsten mal!
Euer Jacky